Konzerte und Reisen

Neben vielen Auftritten innerhalb Niedersachsens bei eigenen Konzerten, diversen DHV- Veranstaltungen und Gastauftritten ist das Landesorchester auch immer wieder bei ungewöhnlichen Anlässen zu hören und zu sehen. So umrahmten die Akkordeonisten in Castrop-Rauxel Lesungen aus dem Buch „Augustus“ von Herman Hesse (1996) und von Texten aus dem Leben Anette von Droste-Hülshoffs (1997), gelesen von Alke Zill, mit passenden Musikstücken.

Auch eine offizielle Sportlerehrung des Landessportbundes Niedersachsen wurde im Intercontinental Hotel in Hannover musikalisch eingerahmt.

Ein besonderer Höhepunkt in der musikalischen Arbeit war sicherlich die Begleitung einer Musical-Inszenierung von My fair Lady im Jahre 1989 in Bremen. Diese ungewöhnliche Aktion hat den Zusammenhalt der damaligen NAJO-ten in hohem Maße geprägt.

Regelmäßig auf dem Konzertplan steht seit 2003 der „Tag der Niedersachsen“. Diese Freiluftkonzerte vor großem Publikum sind, wie auch der Auftritt bei der Landesgartenschau in Wolfsburg 2004, immer wieder eine gute Möglichkeit, die Vielschichtigkeit der Akkordeonmusik einem breiten Publikum darzustellen.

Konzertreisen

Seit der Gründung des Landesorchesters 1985 gab es immer wieder Konzertreisen, auf denen die Spielerinnen und Spieler ihr Können im In- und Ausland präsentierten.

So wurden seit 1991 in unregelmäßigen Abständen mehrtägige Bädertourneen veranstaltet, die das Orchester an diverse Orte an der Nordsee führte, um dort bei zahlreichen Auftritten Urlauber wie auch Einheimische am Hafen, im Kurpark oder auf öffentlichen Plätzen mit seinen Klängen zu erfreuen. Immer auf der Liste standen dabei die Orte Esens, Bensersiel und Neuharlingersiel, aber auch in Horumersiel, Carolinensiel, Aurich oder auf Langeoog und Wangerooge stand das Orchester auf der Bühne.

1999 wagte das Orchester den Flug über den großen Teich und verbrachte zwei Wochen im Osten Kanadas. Vier Konzerte an unterschiedlichen Orten stießen auf große Begeisterung; nach dem offiziellen Konzertprogramm folgte jeweils ein zweiter Teil mit Tanzmusik, bei dem sich die zahlreichen Zuhörer übers Parkett bewegten. Neben einer Kanu-Tour im Algonquin Nationalpark standen für die Spielerinnen und Spieler Montreal, Quebec, Ottawa und die Niagara-Fälle auf dem Programm. Die Reise war ein großer Erfolg und die gemeinsamen Erlebnisse schweißten die Gruppe noch enger zusammen.

So war es nur natürlich, dass bald darauf die nächste große Reise durchgeführt wurde. 2001 ging es erneut Richtung Westen: Kanada und der Südwesten der USA hießen dieses Mal die Ziele. Wie schon zwei Jahre zuvor wurden die Akkordeonspieler von den Mitgliedern des „Deutschen-Kanadischen Vereins Hansa“ in Mississauga bei Toronto herzlich aufgenommen. An drei Nachmittagen und Abenden wirkte das Orchester im Deutschen Haus bei einem bunten Programm mit. Die nächsten Tage wurden zum Sightseeing genutzt, von Woodstock aus ging es u a. zu den Niagara-Fällen und ins Mennonitendorf St. Jacobs. Der Weiterflug nach Salt Lake City (Utah) forderte erste Opfer unter den Instrumenten, trotzdem wurde das Konzert in einem Park der Mormonenstadt ein großer Erfolg. Es schloss sich eine abwechslungsreiche Fahrt mit gemieteten Vans in Richtung Süden an, auf der mehrere Nationalparks besucht wurden. Die letzte Station war San Antonio (Texas), wo das Orchester am Gala-Konzert des ATG-Festivals mitwirkte, einer Veranstaltung des Akkordeonlehrerverbandes der USA. Nach zweieinhalb Wochen kehrten die Niedersachsen voller neuer Eindrücke wieder zurück. Der Blick über den Tellerrand auf die hier eher unbekannte Akkordeonszene Nordamerikas hatte erneut jedem Teilnehmer eine Menge an Erfahrungen und Eindrücken beschert.

Ins europäische Ausland führten das Orchester zwei Reisen im Jahre 2002. Im Juni verbrachten die Spieler ein Wochenende in Luxemburg, wo sie in Erpeldange an einem Konzert zum 20-jährigen Bestehen des Akkordeonorchesters Ingeldorf mitwirkten, gemeinsam mit einem Orchester aus Verdun (Frankreich) und dem 1. Kölner Akkordeonorchester.

Im November desselben Jahres ging es für zwei Tage in die Niederlande. Die Musikschule Veghel hatte als Gastgeber nicht nur mehrere gemeinsame Essen und eine Stadtführung in Hertogenbosch organisiert, sondern auch die Unterbringung in Gastfamilien. Zwei Konzerte in den Musikschulen Boxmeer bzw. Veghel trugen zur guten Stimmung bei allen Mitwirkenden bei.

Im Jahr 2010 war Südskandinavien das Ziel einer 12-tägigen Auslandsreise nach Schweden und Norwegen. Konzerte in Mariestad und Stockholm sowie in Honefossen und Laerdal standen ebenso auf dem Programm wie Besichtigungen von Freilichtmuseen, Stabkirchen und Informationszentren. In Göteborg, Stockholm und Oslo wurden Stadtbesichtigungen unternommen. Darüber hinaus gab es Wälder, Wasserfälle, Gletscher, Fjorde, Elche und Bären zu sehen.

2013 bekam ACCOLLAGE die Möglichkeit, den „Abend der Nationen“ auf dem World Music Festival in Innsbruck gemeinsam mit dem Orchester „Hohnerklang“ unter der Leitung von Hans-Günther Kölz zu gestalten. Verstärkt durch 4 Sängerinnen bzw. Sänger heizte ACCOLLAGE den nahezu 2000 feiernden Akkordeonisten kräftig ein. Einem solch großen Publikum konnte sich das Orchester vorher noch nicht präsentieren.

ACCOLLAGE war also in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich als Botschafter seines Landes und des DHV unterwegs. Dies soll auch in Zukunft so sein…